www.habiger.at
logo3
filler

Netzwerk Kinderrechte: Zum Internationalen Tag der Kinderrechte

Hier gibt es die Möglichkeit einen Radiobeitrag zum Internationalen Tag der Kinderrechte nachzuhören, die Fotos von unserer „Happy Birthday, liebe Kinderrechte!“-Aktion im Museumsquartier in Wien anzuschauen, Auszüge aus der Medienberichterstattung nachzulesen und am Schluss steht unsere eigene Presseaussendung:


Radio U1 Tirol, Beitrag von Julia Pegritz, gesendet am 20.11.2007




















































Tag der Kinderrechte: Auch Österreich ist säumig
Ö1 Morgenjournal
- Markus Müller
http://oe1.orf.at/inforadio/83641.html?filter=



Österreich setzt Konventionen mangelhaft um
Ö1 Mittagsjournal
- Markus Müller und Barbara Gansfuß
http://oe1.orf.at/inforadio/83684.html?filter=



Tag der Kinderrechte: Forderung nach Verfassungsänderung
http://derstandard.at/?url=/?id=3118470

Die entsprechende UN-Konvention hat Österreich zwar unterschrieben, aber nie in Verfassungsrecht umgesetzt. "Kinder werden in Österreich toleriert, Rechte haben sie keine." So sieht das Netztwerk Kinderrechte, ein unabhängiges Netzwerk von 25 Kinderrechte-Organisationen und -Institutionen in Österreich, die aktuelle Lage. "Kinder werden in Österreich gerade einmal toleriert, aber wir sind noch weit davon entfernt, dass Kinder von ihren Rechten überhaupt wissen, geschweige denn, dass diese auch in der Gesetzgebung, in der Schule, in der Familie und in ihrem gesamten Lebensumfeld beachtet werden", heißt es in einer Aussendung.

Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes wurde schon am 20. November 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Sie regelt elementare Rechte von Kindern und Jugendlichen. Aber: Konsequenzen hat der Verstoß gegen die Konvention keine - ein altbekanntes Problem bei UN-Pakten. Die Durchsetzbarkeit ist erst gegeben, wenn die Regelungen in Verfassungsrang stehen, wie es etwa bei der Europäischen Menschenrechtskonvention der Fall ist. Nur dann könnten etwaige grundrechtswidrige Rechtsakte in letzter Instanz beim Verfassungsgerichtshof angefochten werden.

Die Forderung nach einer verfassungsrechtlichen Verankerung kommt immer wieder, passiert ist bisher nichts. Dabei herrscht politisch ungewohnte Einigkeit - zumindest die Jugendsprecher der Parteien wollen alle, dass die Verfassung um die Kinderrechte erweitert wird. Bisher aber ohne dabei in ihren Parteien auf Rückhalt zu stoßen: Kinder haben eben keine starke politische Lobby.
(az, derStandard.at, 20.11.2007)

Millionen von Kindern werden zu Sklavenarbeit gezwungen
Kronehit-Radio, gesendet am 20.11.2007

Weltweit werden Millionen von Kindern zu Sklavenarbeit gezwungen oder sexuell ausgebeutet. Unter dem Motto “Achtung für Kinder” macht die UNO am heutigen Weltkindertag auf diese Probleme aufmerksam. Was viele nicht wissen: auch Österreich wird regelmäßig von den Vereinten Nationen gerügt, weil Kinderrechte verletzt werden. Elisabeth Schaffelhofer vom Netzwerk Kinderrechte fordert daher neuerlich die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung.



Presseaussendung des Netzwerks Kinderrechte am 19.11.2007:

“Kinder werden in Österreich toleriert, Rechte haben sie keine.“

Wien (OTS), 19.11.2007

„Kinder werden in Österreich gerade einmal toleriert, aber wir sind noch weit davon entfernt, dass Kinder von ihren Rechten überhaupt wissen, geschweige denn, dass diese auch in der Gesetzgebung, in der Schule, in der Familie und in ihrem gesamten Lebensumfeld beachtet werden. Kindern hört man nicht zu, Kinder gelten bei uns bloß als Anhängsel der Familie, Kinder werden in ihren Bedürfnissen nicht wahrgenommen. Österreich ist definitiv nicht kinderrechtefreundlich.“ So die nüchterne Bestandsaufnahme anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Kinderrechte vom Netzwerk Kinderrechte, einem unabhängigen Netzwerk von 25 Kinderrechte-Organisationen und –Institutionen zur Förderung der Umsetzung der UNO-Kinderrechtskonvention in Österreich.

Zum wiederholten Mal fordert deshalb das Netzwerk die Verankerung der Kinderrechte in der österreichischen Bundesverfassung auf Basis der UNO-Kinderrechtskonvention. Dies hätte zur Folge, dass kinderrechtswidrige Rechtsakte in letzter Instanz beim Verfassungsgerichtshof angefochten werden könnten. Außerdem bieten in der Verfassung verankerte Kinderrechte die Grundlage einer „Kinderverträglichkeitsprüfung“, die vorab verhindern soll, dass kinderrechtswidrige Gesetze und Verordnungen erlassen werden. Das Netzwerk hat dafür auch allen RegierungsvertreterInnen, Nationalrats- und Bundesratsabgeordneten eine Einladung geschickt, sich persönlich für die verfassungsgesetzliche Verankerung einzusetzen.

“Gerade in den letzten Wochen sind wieder Kinderrechtsverletzungen in Österreich öffentlich sichtbar geworden wie die Misshandlung und der Tod des Kleinkindes Luca und die umstrittenen Fälle von Abschiebungen von Arigona Zogaj und Denis Zegaj. Kinderrechte werden also nicht nur in Entwicklungsländern verletzt, dort, wo es Kindersoldaten, Kinderarbeit, Kinderprostitution, fehlende Bildungsmöglichkeiten und extreme Kinderarmut gibt. Auch Österreich wird vom UNO-Kinderrechtsausschuss regelmäßig gerügt“, macht das Netzwerk Kinderrechte auf die Verpflichtung des Staates aufmerksam, diesen bereits 1992 von Österreich ratifizierten Menschenrechtsvertrag wirksam, das heißt, mit  entsprechenden budgetären Vorkehrungen, umzusetzen. Alle Informationen zum Thema Kinderrechte auf www.kinderhabenrechte.

Einladung an alle MedienvertreterInnen:
Zum morgigen Tag der Kinderrechte werden 10 VertreterInnen des Netzwerks Kinderrechte Kerzen entzünden, Geburtstagstorten verteilen und mit „Happy Birthday“ auf den 18. Geburtstag der Kinderrechte aufmerksam machen.
Ort: Museumsquartier vor der Ovalhalle
Zeit: 20. November 2007 von 9.30 bis 10.00 Uhr

Rückfragehinweis: Netzwerk Kinderrechte Österreich
www.kinderhabenrechte.at
Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez – Mobil: 0676/88011-1016
Mail: elisabeth.schaffelhofer@kinderhabenrechte.at
filler