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Netzwerk Kinderrechte: Wohl des Kindes in Asyldebatte vorrangig berücksichtigen

Österreich braucht die Kinderrechte in der Verfassung

Wien (OTS), 10.10.2007
„Wer auch immer in der aktuellen Asyldebatte rund um die umstrittenen Fälle von Abschiebungen von integrierten Zuwanderern sich zu Wort meldet, soll sich bewusst sein, dass Österreich gesetzlich verpflichtet ist, das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen.“ erinnern die 25 Mitgliedsorganisationen des unabhängigen Netzwerks Kinderrechte alle politischen EntscheidungsträgerInnen an die in Österreich gültige UN-Kinderrechtskonvention. „Wir geben in diesem Fall keine politische Lösung vor, aber wir mahnen eindringlich, dass Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr durch die Kinderrechte in unserem Land besonders geschützt werden müssen. Keine Diskriminierung aufgrund der Herkunft, das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Berücksichtigung dieser Meinung, der Schutz des Privatlebens und der Familie sind Kinderrechte, die momentan bei Abschiebungen von Minderjährigen gravierend verletzt werden.“ heißt es vom Netzwerk, dem zum Beispiel alle Kinder- und Jugendanwaltschaften, SOS-Kinderdorf, Unicef, die Bundesjugendvertretung und alle Kinder- und Jugendfachärzte angehören.

„Österreich hat diese Kinderrechtsverletzungen einfach nicht notwendig. Seit Ratifizierung der Kinderrechtskonvention in Österreich fordern wir, dass die Kinderrechte in unserer Verfassung verankert werden. Der Verlauf der Diskussion und die traurigen Fälle zeigen wie wichtig es ist, dass der Respekt der Würde von Kindern und Jugendlichen als oberstes Prinzip nicht nur in die Verfassung, sondern in die Köpfe aller Menschen gehört.“ appelliert das Netzwerk erneut, Kinder und Jugendliche in ihrer besonderen Lebenssituation zu berücksichtigen.

Rückfragehinweis: Netzwerk Kinderrechte www.kinderhabenrechte.at
Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez - Mobil 0676/88011-1016
Mail:
elisabeth.schaffelhofer@kinderhabenrechte.at
 
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