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Nationaler Aktionsplan

Am 22. November 2004 beschloss der Ministerrat der österreichischen Bundesregierung den „Nationalen Aktionsplan über die Rechte von Kindern und Jugendlichen“. Damit sollte eine neue Grundlage für eine kinderrechtsorientierte Kinder- und Jugendpolitik in Österreich geschaffen werden.

Insgesamt eineinhalb Jahre dauerte der Vorbereitungsprozess, der auf eine Empfehlung des Weltkindergipfels der UNO im Mai 2002 in New York zurückgeht. Vier Arbeitsgruppen wurden gebildet, mit mehr als 100 TeilnehmerInnen, eine Befragung von Kindern und Jugendlichen mit ca. 25.000 Rückmeldungen durchgeführt (von den Netzwerkmitgliedern Kinderfreunde und Katholische Jungschar) und ein ExpertInnenbericht als Gesamtdarstellung des Konsultationsprozesses („YAP-Gesamtbericht“ als Link zur Seite des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte und zum Download) erarbeitet, der nahezu 700 Empfehlungen mit Verbesserungsvorschlägen zur Situation von Kindern und Jugendlichen in Österreich enthält.

Darauf aufbauend folgte allerdings ein politischer Diskussionsprozess, der zu einer Kürzung von 2/3 der Empfehlungen führte und an dessen Ende der Nationale Aktionsplan für Kinderrechte vom November 2004 stand. Nichtsdestotrotz enthält dieser NAP weiterhin einen sehr breiten Arbeitsauftrag für die nächsten Jahre und das Netzwerk Kinderrechte beteiligt sich an einem inter-ministeriellen und inter-institutionellen „Begleitprozess“, der die Umsetzung der NAP-Maßnahmen vorantreiben soll.
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